„Sudan – Land am heiligen Nil“Von Khartum in die Nubaberge im Mittelsudan und zu den Grabstätten der Pharaonen in der Nubischen Wüste am 6. Katarakt nahe Meroe
Sudan – im alten Afrika der Begriff für „Das Schwarze“ – erstreckte es sich einst von Mauretanien bis zu dem Land, wie wir es heute auf unseren Karten vorfinden.
Der heutige Sudan ist wie alle Länder Afrikas das Ergebnis der Kolonialzeit und damit häufig Ursache vielfältigster Konflikte. Seine Grenzen umschließen das größte Land des Kontinents.
Er sei das Spiegelbild ganz Afrikas, sagt man.
Sich ausdehnend von den endlos erscheinenden Wüsten der Sahara im Norden, sich mit weiten Steppen nach dem Tschad und nach Äthiopien ausbreitend, erfährt der Reisende ab dem mittleren bis südlichen Kordofan einen beginnenden Wechsel zu den tropischen Regionen die denen von Kenia, dem Kongo und Uganda, den Nachbarn, gleichen.
Die wahrhaft riesigen Entfernungen führen uns vorbei an Arabern, Beduinen über die Völker der Nuba, Dinka bis zu den Schwarzfarbigen im tiefen Süden in denen einer der größten Sümpfe Afrikas, der Sud, dem Weißen Nil fast 3/4 seiner Wassermengen raubt. Diesen überwindend, beginnt sein langer Weg durch den Sudan. Er ist die Lebensader, die Grünes in den sonnendurchglühten Wüsten und Steppen zulässt. Tausende Jahre lang hütete er das Geheimnis seiner Quellen. Seine Wasser ergießen sich nach der Vereinigung mit seinem Bruder , dem Blauen Nil, genau zu der Zeit auf die Felder der Fellachen, in der die Trockenzeit jegliches Leben unmöglich machen würde – wäre er nicht, Der Nil, den man deswegen auch den Heiligen nennt.
Der Sudan ist so reich an Geschichten, das ein Leben nicht ausreicht um von ihnen zu berichten und sie zu erzählen: Emin Pascha, ein Deutscher, der dem mächtigen Mahdi in einem der dunkelsten Kapitel des Sudan als Gouverneur der Äquatorialprovinz als einziger widerstand. Kein geringerer als Henry M. Stanley rettete ihn aus schier auswegloser Lage nach langer Expedition. Alfred Brehm verlor auf seiner zweiten Sudanreise 1851 neben seinem Bruder alle seine Gefährten. In Dongola, in Nähe des 4. Kataraktes, musste er ihn begraben zurücklassen.
Hier ruhen auch die Könige und Königinnen des uralten Reiches Kusch, welches schon im alten Testament erwähnt wurde. Man nannte sie die Schwarzen Pharaonen. Ihr Reich war so mächtig, dass sie in der 26. Dynastie das Ägyptische Pharaonenreich eroberten. Dort in der Nubischen Wüste lag das Gold, was den Namen und den Ruf des sagenhaften Goldlandes begründete. Meroe ist eine größten Nekropolen dieses alten Reiches. Hier geben die Pyramiden, die ihre Gräber sind, Zeugnis einer Zeit vor über 2500 Jahren. Die Zahl der Pyramiden im Sudan übersteigt die Ägyptens weit.
In Kordofan, im mittleren Sudan, finden wir die Nubaberge. Aus der flachen weiten Steppe erheben sie sich. Sie sind die Heimat der Nuba. Ein Volk des Sudan mit welchem Leni Riefenstahl viele Jahre zusammen gelebt hat. Sie war mit diesen Menschen zusammen in einer Kultur die inzwischen untergegangen ist und legte unwiederbringliche Zeugnisse davon ab.
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