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Die Durchführung der Expedition

Carlo Böttger (Photograph) und Franz Stadelmann (Schriftsteller) haben bereits intensive Vorbereitungen und Recherchen in europäischen Archiven geleistet. Sie werden eine mehrmonatige Reise nach Ostafrika unternehmen und Spuren der Denhardts suchen. Zur Verfügung stehen Original-Aufzeichnungen und -Karten, ebenso historische Fotos und journalistische Arbeiten aus früherer Zeit. Das Autorenteam wird das vorliegende Material mit heutigen Begebenheiten vergleichen.

Ausgangspunkt der Forschungen wird Mombasa/Kenya sein. Dieser alte Ort am Indischen Ozean war auch für Denhardts immer wieder ein Anlaufpunkt. Dann wird sich die Expedition nach Norden bewegen: via Malindi bis an den Tana-Fluss. Nördlich davon befindet sich der Ort Witu. Von Mombasa nach Witu sind es 290km.

Das Team wird sich intensiv in der Region um Witu aufhalten und versuchen, Spuren der Denhardts zu entdecken: alte Gebäude, Mauern, vielleicht sogar Nachkommen des Sultans von Witu. Das Team wird dem Tana-Fluss westwärts folgen, entsprechend den teilweise handschriftlichen Plänen, Karten und Skizzen der Denhardts. Die Fahrt von Witu nach Lamu wird ebenfalls unternommen: 70km. Auf der Insel Lamu finden sich möglicherweise Spuren des Stadthauses der Denhardt's. Ebenso ist dort seit 1996 ein Museum der Deutschen Postgeschichte.

Ein Teil des Aufenthalts wird für eine Reise nach Sansibar investiert. Von Mombasa nach Dar es Salaam sind es 510 km, mit einer Grenzüberschreitung Kenya/Tansania. Von Dar es Salaam führt eine Fähre zur Insel Sansibar. Dort finden sich Gräber und eventuell ebenfalls historische Gebäude, die im Zusammenhang mit den Denhardts standen. Nach Angaben von Clemens Denhardt befindet sich das Grab von R. Brenner auf Sansibar (Photodokument liegt vor).

Ein Muss ist auch das Aufsuchen von lokalen Archiven und Geschichtskundigen in Mombasa, Lamu, Dar es Salaam, Sansibar und auch in Nairobi. Mit dabei wird ein Original eines in arabisch geschriebenen Briefes des Sultans von Witu an den Deutschen Kaiser sein. Dieser in Zeitz vorhandene Brief ist neben anderen bislang unübersetzt. Im Idealfall lässt sich ein Witu-Nachkomme finden, der beim angeschlossenen Filmprojekt diesen Brief lesen, kommentieren und übersetzen könnte.

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