Mappe Monde Novvelle Papistique
Mappe Monde Novvelle Papistique


Mappe Monde Novvelle Papistique

Die Mappe Monde ist ein 136 x 180 cm großer Holzschnitt der aus 16 zusammengefügten Einzelblättern besteht. Das Werk wird Christian Schweitzer aus Zürich zugeschrieben.
Jean Baptiste Trento, ein am 5. Juli 1570 von der Inquisition exkommunizierter Dissident, Auftraggeber und Initiator des Gesamtwerkes. Das Kartenwerk geht auf den in Paris lebenden Pierre Eskrich zurück.

Entstanden ist die MM in der Zeit der nach dem Massaker an Protestanten (Hugenotten) in Vassy im Jahre 1562 erneut ausgebrochenen Glaubenskriege zwischen der Römischen Kirche und deren reformierten Gegnern.

Die Sondershäuser MM ist das alleinige Exemplar der noch 2 existierenden Karten, welches der breiten Öffentlichkeit zugänglich ist.

Die Schöpfer der MM hatten die Absicht christliches und reformatorisches  Gedankengut zusammenzufassen und jedermann verständlich zu gestalten.

Im Zentrum der Karte ist Rom als allegorisch angelegtes Sinnbild einer im Verfall begriffenen Glaubensordnung dargestellt. Mit der Aurelianischen Stadtmauer, dem Tiber, der Engelsburg und dem Vatikan erhält die Karte realgeographische Konturen.

Der Darstellung liegt die Überzeugung zugrunde, dass Rom zur Heimat des Antichrist geworden  ist. Das Vorführen der Laster und Gebrechen der Römischen Kirche in allegorischen Bildern begründet den Ansturm der Reformatoren und der reformierten Völker mit dem protestantischen Adel an der Spitze gegen das durch die Macht des Bösen „gefallene Rom“.

Die MM stellt damit eine Kriegserklärung nicht allein an die Römische Kirche, sondern auch an die in ihr überkommene Weltordnung dar.


Die Karte ist  1,44 m x 1,87m groß und in einem Rahmen hinter Glas hängend, konservatorisch untergebracht.
Ein Scannen auf einem Großscanner ist aufgrund des Einflusses der Glasscheibe auf die spektrale Farbveränderung nicht möglich.
Auch längere Einflüsse von Temperatur und hohen Lichtströmen waren zu vermeiden.
Mittels eines stehenden Spezialstatives und separater Kamerabahnen wurde der Holzschnitt in Teilraster zerlegt und photographisch aufgenommen.
Die Ergebnisse wurden anschließend händisch zusammengefügt. Eine Stitchingsoftware konnte wegen der ungenügenden Genauigkeit nicht verwendet werden. Problematisch war es die tatsächlichen Farben weitestgehend dazustellen (Glasscheibe).

Die Reproduktion der MM wurde 1:1 für eine Ausstellung in Frankreich hergestellt.



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